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Veröffentlicht in Kategorie ‘Stadtrat’

Votum im Berner Stadtrat für eine Steuersenkungsvorlage

Speaking Notes Henri-Charles Beuchat vom 8.7.2011 Stadtratssitzung Bern

Traktandum 12 Motion Fraktion FDP (Christoph Zimmerli, FDP): Eine moderate Steuersenkung – ein wichtiges Zeichen an die Steuerpflichtigen der Stadt Bern und Traktandum 13 Motion Beat Gubser (EDU): Moderate Steuersenkung nach dem Abbau des Bilanzfehlbetrags; Ablehnung / Annahme als Postulat / Prüfungsbericht (FPI: Hayoz)

Meine sehr verehrten Damen und Herren

Als Einzelvotant nehme ich Stellung zu den beiden Motionen welche eine moderate Steuersenkung fordern. Schliesslich habe ich die Motion mit gutem Grund unterschrieben, das haben andere aus unserer Fraktion auch und stimmen der Steuersenkungsvorlage trotzdem nicht zu.

Meine Damen und Herren, ich habe den Wählerinnen und Wählern ein Wahlversprechen abgegeben. Ein Versprechen für weniger Steuern, für weniger Abgaben und  weniger Gebühren. Und das erfülle ich hier und jetzt. Ich erfülle dieses Versprechen auch gegen den Wiederstand aus der eigenen Fraktion. Mir ist „wurst“, wenn sich andere verbiegen. Ich mache das nicht. Beuchat bleibt Beuchat!

Ich will, und das habe ich immer gesagt, ich will, dass die Familien und der Mittelstand in Bern steuerlich entlastet werden. Ich will dass die Bernerinnen und Berner mehr Geld auf dem Konto haben und ich will nicht, dass der Staat uns in die Taschen greift. Uns in den Sack langt um einen Honigtopf zu füllen, ein Honigtopf welcher immer wieder von den gleichen, von der SP, den Grünen und andern linken Kreisen weg „geschleckt“ wird.

Meine Damen und Herren, ich will ein Staat der so viel einnimmt, dass er einen guter „Service Publique“ für die Bürgerinnen und Bürger erbringen kann. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Stadt Bern Eigenkapital zu geben ist etwa das gleiche wie wenn man dem Hund den Schlüssel zur  Wurstfabrik gibt und sagt: „Lieber Hund, pass doch bitte in der Nacht auf, dass nichts weg kommt.“

Meine Damen und Herren, sie reden von Eigenkapital. Sie sagen die Stadt Bern müsse Eigenkapital aufbauen. Wissen Sie eigentlich was Eigenkapital heisst? Dass das hier drin im Saal nur von wenigen verstanden wird ist mir klar. Weil die Spezies welche ihr Geld selber erarbeitet, das heisst ohne Aufträge vom Staat, frei am Markt, – diese Spezies ist hier drin sehr exotisch.

Meine Damen und Herren, Eine Unternehmung muss zuerst etwas leisten, muss sich am Markt behaupten bevor überhaupt irgendwo Eigenkapital entsteht. Die Stadt Bern hingegen wird bedient, und alimentiert mit Steuergeld auch wenn Sie noch so schlecht arbeitet, sie bekommt es einfach. Sie bekäme es auch, wenn man 1/3 der Leute entlassen würde. Und selbst dann wenn die Kosten sinken hätten wir nicht mehr Eigenkapital, weil der Staat nicht mit Geld umgehen kann. Im übrigen ist das überhaupt kein Eigen- sondern Steuerkapital. – Geld welches dem Steuerzahler gehört und nicht der Stadt Bern. Ich fordere, dass man dem Steuerzahler sein Geld zurück gibt mit einer Steuersenkung.

Meine Damen und Herren, eine moderate Steuersenkung wie sie die beiden Vorstösse verlangen heisst nichts anderes als, dass die Stadt Bern den „status quo“ im Wettbewerb mit den umliegenden Gemeinden halten kann. Der Gemeinderat tut immer so wie wenn es hier lokal keinen Wettbewerb gäbe. Dann soll mir der Gemeinderat aber auch erklären wieso seine gut bezahlten Chef-Beamte nicht hier in der Stadt Bern wohnen und hier Steuern bezahlen. Wahrscheinlich nicht weil das Gras in Ittigen grüner ist.

Eine Familie verheiratet mit einem Einkommen von 85‘000.—Fr. zahlt in der Gemeinde Bern 4‘974.—Franken Steuern. In Belp sind es 646.—Franken weniger und in Deisswil sind es 2‘099.—Franken weniger.

Meine Damen und Herren, die beiden Motionen sind ein wichtiges politisches Signal. Wer hier nein sagt schlägt sich auf die Seite der Geldausgeber und Umverteiler.

Zu diesen will ich nicht gehören deshalb sage ich Ja zu beiden Motionen. Nur schade, dass ich nicht 10 Hände habe sonst würde ich 10 mal Ja drücken.

Danke.

(Es gilt das gesprochene Wort, Stadtratssitzung vom 7.7.2011, Stadtparlament Bern)

Stadt Bern lehnt Primatwechsel ab. Die unglaublichen Privilegien unserer Staatsdiener.

Linke lehnt Systemwechsel in der Vorsorgekasse der Stadt Bern ab. Das Gejammere der Diener!

Henri-Charles Beuchat (CVP) verlangt für die Personalvorsorgekasse ein Umbau mit Perspektiven anstelle von einer Stabilisierung des Leistungsprimats. Der Gemeinderat will das Vorsorgewerk der Stadt primär an die neuen Vorschriften auf Bundesebene anpassen, das geht ihm zu wenig weit. Die städtischen Angestellten haben Jahrzehntelang von den Privilegien der Vorsorgekasse profitiert. Bunte Blüten treibt auch die Praxis der Frühpensionierungen. So wurden in der Stadt Bern AHV-Überbrückungsrenten ausschliesslich durch den Steuerzahler finanziert. Auch bei Lohnerhöhungen wurden die Kosten für zusätzliche Einkäufe vollumfänglich vom Staat aufgebracht.

Bild flickr von StePagna

Bild flickr von StePegna http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/

Ein Systemwechsel wird aufgrund der demografischen Entwicklung für die Stadt Bern und damit für den Steuerzahler immer wie teurer. Sanierungsbeiträge in Millionenhöhe werden einfach aufgeschoben.

Henri-Charles Beuchat will nebst der Flexibilisierung des Rentenalters, nebst einer Neuregelung der Finanzierung bei Lohnerhöhungen und nebst der Sicherstellung von vorzeitigen Pensionierungen auch die Risiken regeln. Und er will die Unterdeckung beseitigen. Es ist klar, dass ein Wechsel von kollektiver zu individueller Finanzierung immer zu Solidaritätsverschiebungen führt.

Beuchat sagt: “Bei der vorliegenden totalrevidierten Personalvorsorgelösung ist die Solidarität zu Lasten des Arbeitgebers und damit zu Lasten des Steuerzahlers unproportional. und er führt weiter aus: “Ich habe diese Motion eingereicht weil ich wusste, dass die Gestalter des gemeinderätlichen Entwurfs über die Totalrevision, auch bei Anerkennung ihres guten Willens, einer subjektiv gefärbten Anpassung der Personalvorsorgekasse immer den Vorzug gegeben werden.”

Die SP mit ihren Arbeitnehmerverbänden sorgt dafür, dass die Angestellten der Stadt Bern ihre Pfründe  und Privilegien weiter behalten dürfen. Diese werden nur durch einen Wechsel vom Leistungs zum Beitragsprimat abgebaut, in dem alle Anspruchsgruppen ihren Beitrag zur Sanierung dieses maroden Systems leisten.

Nur noch das Volk kann mit einem Referendum gegen das totalrevidierte Personalvorsorgereglement der Stadt Bern die Notbremse ziehen.

Vernehmlassungsantwort der CVP Stadt Bern über die Personalvorsorgekasse der Stadt Bern CVP Text Beuchat

Artikel DerBund zum Primatwechsel 8.7.2011

Anti-AKW-Kundgebung anstelle von Schulunterricht

Gegen den pädagogischen Aufruf zum zivilen Ungehorsam

Gezielte Familienpolitik basiert auf der Förderung unserer Jugend für ein Demokratiebewusstsein. Dazu gehören Polit-Tage an den Schulen, Präsentationen von Jungparteien, Podiumsdiskussionen mit Politikerinnen und Politikern oder Besuche von Parlamenten. Das Kinderparlament der Stadt Bern, leistet hier einen wichtigen Beitrag.

Die jungen Menschen sollen sich unbedingt auf demokratische Art und Weise ausdrücken dürfen. Die Demokratie lebt von kritischem Denken. Gerade als CVP Politiker wo die Familie ein Kernanliegen ist begrüsse ich freie Entfaltung und Eigenverantwortung. Aber die erwähnte Veranstaltung hat damit rein gar nichts zu tun. Erwachsene, vereinzelte Pädagogen und Anti-AKW Gegner instrumentalisieren Kinder und Jugendliche. Am kommenden Donnerstag 26.5.2011 tagt das Kinderparlament wieso wurde diese unbewilligte Kundgebung nicht im Rahmen des Kinderparlaments organisiert?

Eine glaubwürdige Bildungspolitik heisst, wir garantieren Kindern und Jugendlichen Mitsprache, Sicherheit, Rechtsgleichheit und Schutz vor Willkür und Diskriminierung. Es ist die Aufgabe der Politik dann besonders genau hinzuschauen wenn Erwachsene oder Organisationen für ihre Politik Kinder und Jugendliche vorschieben und so beispielsweise die Neutralität der Schule und der Bildung gefährdet ist. Leider ist die erwähnte Aktion alles andere als selbstbestimmt. Sie ist inszeniert, instrumentalisiert und die Kinder werden von der von der Anti-AKW Bewegung ausgenutzt. Die linke Stadtregierung duldet dieses Vorgehen.

Die Konferenz der Schulleiter der Stadt Bern (KSL) hat sich mit dem angekündigten Schülerstreik befasst und ohne Gegenstimme eine Empfehlung an die Schulkreise abgegeben. «Eltern können für Schülerinnen und Schüler, die am Streik teilnehmen wollen, einen freien Halb Tag beziehen», sagt Rolf Rickenbach, Co-Präsident der KSL. Damit erteilt die Volksschule eine „Carte Blanche“ für diese unbewilligte Kundgebung. Das Gymnasium Kirchenfeld prophezeit: Die Schüler würden  bestimmt «kreative Wege» finden, um den Bezug eines freien Halbtags zu umgehen.

Dringliche Interpellation Anti-AKW Kundgebung anstelle von Schulunterricht