Der Gemeinderat wirft dem Parlament Mangel an Respekt vor und gerät mit seiner Medienmitteilung selber ins Kreuzfeuer.
Seit die BDP/CVP Fraktion für die Angestellten der Stadt Bern per Mehrheitsbeschluss im Parlament das ordentliche Rentenalter eingeführt hat, sucht die Linke verzweifelt nach Möglichkeiten den Parlamentsentscheid umzustossen.
Zuerst fordert die SP in der Ratsdebatte ein Rückkommen, das kläglich scheitert und nicht unbedingt als strategische Meisterleistung bezeichnet werden darf. Danach versuchen sie über ihre (noch) Mehrheit in der Exekutive einen juristischen Ausweg zu erfinden. Lauthals wurde verkündet, der soziale Friede der Stadt Bern sei gefährdet in Erwartung griechischer Zustände in Bern’s Strassen. Diese sind, wen wundert’s ausgeblieben. Die einzigen stillen Drohgebärden vernimmt man leise vom VPOD.
Wir wollen endlich die Abschaffung von Privilegien. Eine Gleichstellung des Rentenalters zu Bund, Kanton und der übrigen Wirtschaft ist längstens fällig. Offensichtlich haben Gewerkschaftsvertreter und Linke Angst davor, dass dieser Entscheid des Stadtrates vom Volk gestützt wird. Ansonsten hätten sie schon längstens ein Referendum angekündigt.

